Selbstverständlich können Sie Ihre individuelle Software auch selber mit KI entwickeln. 🤷
Wie das geht
Sie nutzen eine KI. ChatGPT, Grok, Claude, …der Angebote gibt es reichlich! Vielleicht überlegen Sie auch, Langdock zu nutzen, dann haben Sie gleich mehrere gute Modelle zur Verfügung, und das relativ günstig, und auch noch DSGVO-konform!
Sie legen also los - haben sich ein paar Gedanken gemacht, und erklären der KI, was für eine Software Sie haben wollen. (In den vergangenen Monaten habe ich die Erfahrung gemacht, dass KI quasi alles versteht, was man erklärt, man muss sich also nicht mal große Mühe geben. Außer natürlich, ein Bild vor Augen zu haben, was die Software können soll.)
Aber Gedanken lesen kann sie tatsächlich noch nicht! Wie gut sind Sie also in der Lage, möglichst präzise in Worte zu fassen, was Ihnen vorschwebt? Allzu oft entspricht das Ergebnis noch lange nicht dem, was man so im Kopf hat - trotz super Aufnahmefähigkeit.
Man fasst nach. Man erläutert weiter. Man bekommt ein Resultat - doch so ganz passt es noch nicht. Unvollständig. Enttäuschend. Anders. Nicht den Erwartungen entsprechend. Plötzlich dauern einzelne Aufgaben viel länger als erwartet, und man weiß nicht warum.
Die KI holt aus, dreht sich im Kreis, verlangt Entscheidungen, verliert sich in Details, …
…und betreiben…
Ach so - Moment. Wo und wie läuft dann Ihre Software? Bei einem großen Anbieter, wie z.B. Azure, AWS, Google? Oder haben Sie Ihren eigenen Server?
Nur eine App? Ok. Oder eine Webanwendung?? Oder doch ein Fat Client?? Und wer soll das alles nutzen? Ist Ihre Laufzeit für alle Benutzer gleichermaßen verfügbar? (Hä, was ist eine “Laufzeit”???)
Uff.
Fragen über Fragen…
Nun gut. Sie haben einen Haufen Entscheidungen getroffen, und sitzen nun da mit dem Ergebnis. Mit Biegen und Brechen, viel Schweiß und Liebe funktioniert es - oder zumindest halbwegs. Es kostet natürlich irgendwie Geld. Wie viel ist nicht gleich klar. Am Ende war es irgendwie doch ganz schön teuer… wäre das etwa vermeidbar gewesen??
Nun brauchen Sie Änderungen, oder das Betriebssystem / Plesk / … braucht ein Update.
Und jetzt??
Vielleicht wissen Sie nicht weiter…
Oder vielleicht haben Sie am Ende doch Ihr Projekt lieber an jemanden übergeben, der vor diesen vielen Fragen und Entscheidungen nicht zurückschreckt, weil er oder sie genau der Typ für sowas ist.
Und darüber hinaus bereits jahrzehntelang nichts anderes tut.
Vielleicht auch nicht.
Der Prozess
Software zu definieren ist ein wichtiger Schritt im Prozess der Entwicklung einer individuellen Software, vom “weißen Blatt” bis zur Produktivierung. Es gilt, den Kern von geschäftlichen Abläufen zu verstehen, und die verschiedenen, erforderlichen Komponenten zu formulieren. Entitäten, Use Cases, Ein- und Ausgaben, die Fallstricke mit Formaten, Zeichencodierungen, Zeiten, Funktionen, Masken, intuitiver Benutzerführung… und die KI tut das alles nicht selbsttätig! Denn, wie gesagt, Gedanken lesen kann sie (noch) nicht.
Sie kann Ihnen Vorschläge machen. Sie wird aber auch “im Kreis laufen”, und zu keinem sinnvollen Ende kommen. Denn Tokens sind Geld. 🤷
Sie wird toten Code produzieren, der Ihnen früher oder später mindestens große Zusatzaufwände beschert, wenn nicht gar in Unpflegbarkeit resultiert. Sie wird auch - selten zwar, aber dennoch - Fehler einbauen, wenn Sie nicht genau darauf achten, dass Tests existieren und die Abdeckung hoch ist.
Das Geschäftsmodell
KI ist ein Geschäftsmodell, das dürfen Sie nicht vergessen! Die Entwicklungs- und Trainingszeit (und damit die Investitionen) in den letzten Jahrzehnten und Jahren will ein Anbieter natürlich wieder zurück bekommen. KI existiert nicht, um der Menschheit einen Dienst zu erweisen, sondern um dem Anbieter und seinen Leuten die Miete, das Auto und vieles weitere zu bezahlen.
Wenn Sie KI nutzen bezahlen Sie für so genannte “Tokens”. Ein Token bemisst die Anzahl Worte, die Sie als Frage eingeben, und als Antwort herausbekommen. Dabei entstehen bei der Nutzung verschiedener Modelle und ihrer “Effort”-Einstellung unterschiedlich hohe Token-Zahlen, und die Preise dafür sind auch verschieden.
Wie Sie damit genau umgehen, und wie effizient Sie Ihr Problem lösen, das liegt dann auch in Ihrer Verantwortung!
Und Zeit werden Sie ebenfalls investieren müssen, das ist ja klar.
Ein kleiner Vergleich…
Ich vergleiche es gerne mit der Schreinerei, oder dem Bäume fällen - viele Menschen trauen sich zu, einen Stuhl oder Tisch selber zu bauen, oder die Kettensäge anzuwerfen und einen Baum zu fällen.
Das ist wunderbar, und auch Software wird nun zunehmend von den Menschen selbst entwickelt werden, mit Hilfe von KI. Nämlich da, wo vorher immer Profis ran mussten, weil die Hürde für die meisten Menschen zu hoch war, sich mit strukturierter Programmierung zu befassen. (Denn selber zu programmieren bedeutet, zu wissen, dass ein einzelnes Zeichen an der falschen Stelle alles ruinieren kann 😉 das ist nicht jedermanns Sache.)
Aber vielleicht sind Sie nicht der Typ dafür, in den Wald zu gehen und einen Baum umzulegen. Oder Säge, Hobel und Schrauber in die Hand zu nehmen. Oder viele Stunden vor dem Rechner zu verbringen, und einer Maschine zu erklären, wo und wie Sie gedenken Prozesse zu automatisieren, oder Dinge am Computer zu vereinfachen. 🤷
Fazit
Wenn Sie nun doch zu viel Respekt bekommen haben, dann wenden Sie sich gerne vertrauensvoll an mich!
Wenn ich Ihnen Lust machen konnte, sich an das so genannte “Vibe-Coding” zu wagen, dann legen Sie bitte los! Ein paar Tipps und Hinweise habe ich Ihnen oben gegeben. 😉 Zeit benötigen Sie dazu natürlich auch.
Die Softwareentwicklung kann definitiv ein spannendes Abenteuer sein. Eine Möglichkeit, der eigenen Kreativität Raum zu geben, und dabei zuzuschauen, wie reine Fantasie im Außen Form annimmt und Realität wird!
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