Die Welt ändert sich - mit KI.

Industrialisierung im Quadrat

Wie mag es damals gewesen sein, im 18. Jahrhundert, als Dampfmaschinen und immer komplexere Mechanik das Leben der Menschen verändert hat? Die Industrialisierung hat in Europa Einzug gehalten, und von einem sehr naturnahen Leben mit Ackerbau und Viehzucht sind die meisten Menschen übergegangen in das “Arbeiterwesen”, also Industriejobs und damit auch Landflucht.

Heute leben wir schon in einer sehr “abstrahierten” Weise. Die Effizienz unserer industriellen Herstellung von Technik und Gebrauchsgütern ist in den letzten Jahren bereits immer weiter gestiegen, und die Jobs haben sich mehr und mehr in Richtung Dienstleistung verschoben. In diesem Artikel ist die Rede davon, dass quasi dreiviertel der in Deutschland Beschäftigten in der Dienstleistung arbeiten - und alles was irgendwie mehr mit “Wissen” zu tun hat als mit unserer Hände Arbeit oder Sozialkontakt, wird nun - zumindest großteils - mit KI gemacht. Was für eine riesige Veränderung!

Anpassung und Neuorganisation

Wie können wir dem begegnen? - Punkt 1: Meiner Erfahrung nach ist die KI nicht in jedem Bereich gut. In der Programmierung ist sie definitiv exzellent, aber wann immer ich z.B. nach Gesetzen gefragt habe, hat sie ziemlichen Blödsinn erzählt. Oftmals rät sie, “redet” einem nach dem Mund, oder bläst Wissensbrocken ins Unendliche auf, bis man nicht mehr weiß was man eigentlich gefragt hat. 😉 Punkt 2: Mit der Industrialisierung hat sich viel geändert, die Menschen haben sich angepasst, das Leben ging weiter und wir alle leben schon lange damit - ziemlich gut sogar.

Sprich: Der Mensch ist anpassungsfähig, es ist nur die Frage, in welche Richtung es geht, und mit was für gesellschaftlichen Konsequenzen.

Wie unsere Welt nach der Neuorganisation aussieht, dafür stellen wir heute die Weichen!

“Kapitalismus”

So wie auch Industrieanlagen Kapital erfordern, so sind auch KI-Systeme nichts was “einfache Leute” sich mal eben aus einem Stöckchen schnitzen. Man braucht riesige Rechenkapazitäten, Know-How, sehr viel Strom und Massen von Daten, mit denen die KI “gefüttert” wird. Und genau wie IT, so schafft auch KI wieder Abhängigkeiten. Wer KI macht trägt Verantwortung, und hat große Macht.

Je mehr Aufgaben die KI übernehmen wird, umso mächtiger werden die Menschen und Konzerne, die sie betreiben, und umso abhängiger werden die Massen. Grundprinzip “Kapitalismus”, noch potenziert.

Wohin geht die Reise?

Ich sage gerne: Nach “fest” kommt “ab”. 😉 Zieht man die Schraube zu fest an, dann reißt sie ab.

Überdehnt man ein Prinzip, dann wird es ins Gegenteil umschlagen. Wird die Abhängigkeit der Völker von KI so riesig, dass niemand mehr ein freies Leben leben kann, dann werden die Menschen dieser Hochtechnologie zu entfliehen versuchen. Wir erleben ja jetzt schon, dass z.B. zu intensive Smartphone-Nutzung einige sehr negative Effekte auf unser (Sozial-)Leben, unser Gehirn und einiges andere hat.

Oder werden wir KI, und alles was damit zusammenhängt, gut integrieren, uns und unsere Gesellschaft neu organisieren?

Wir werden es sehen! Meine Überzeugung ist jedenfalls, dass es nur vorwärts geht, und nie zurück.

Und so günstig und extrem nützlich KI für die Programmierung ist, wäre es dumm, sie nicht zu nutzen, und zum Wohle aller einzusetzen.

Das war für heute mal ein etwas philosophischerer Beitrag. 😉

Eins steht fest: Wir leben in spannenden Zeiten!